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11.07.2013

„Summer Fishing is soooo easy…“

Getreu diesem Motto startete ich Ende Juni in Richtung Italien zu Markus Eule und Jan Klösch in die Waller-Welt. Markus und Jan veranstalten jährlich das oben genannte Event, um der weit verbreiteten Meinung „Im Sommer geht nichts“ – entgegenzuwirken. In erster Linie betreuten Markus, Jan und ich die Gäste der Waller-Welt, suchten zusammen die richtigen Spots, sprachen über die richtige Strategie und die geeigneten Montagen, sowie die richtigen Köder.

Die Sommerzeit bietet über das ganze Jahr gesehen die konstantesten Bedingungen und macht die Vorgehensweise relativ planbar. Der Stoffwechsel der Welse läuft bei über 20 Grad Wassertemperatur auf Hochtouren, lange Fresspausen sind somit ausgeschlossen und bescheren uns beste Jagdbedingungen.

Unser  Tackle kann (muss) auf ein Minimum reduziert werden, um immer flexibel zu bleiben. Eine Liege, Decke, Schirm, drei Ruten und eine Tackle-Tasche sind völlig ausreichend. Tagsüber pendeln sich die Temperaturen meist bei über 30 C° ein und lassen sich am besten im Schatten oder im Wasser aushalten, die Nächte kann man ohne Probleme mit kurzer Hose und T-Shirt aushalten.

Tagsüber ist ebenfalls ein erfolgreiches Angeln möglich. Am besten stellt man den Urianen beim Vertikalangeln nach. Sind die Fische erst mal auf ihren Ruheplätzen gefunden, lässt der erste Biss meist nicht lange auf sich warten. Mit Einbruch der Dunkelheit werden dann die vermuteten Raubgebiete der Welse beangelt. Oftmals sind dies im Sommer Sandbänke mit einer interessanten Struktur. In dem aufgeheizten Flachwasser versammeln sich riesige Schwärme von Meeräschen, die hier Schutz vor den Räubern suchen. Die Welse wissen das auch und veranstalten teilweise wahre Schlachtfeste, echte Naturschauspiele!

Das A und O sind im Sommer die richtigen Köder. Sobald die Meeräschen den Fluss bevölkern, machen sie die Hauptnahrungsquelle der Waller aus. Die Welse wissen ganz genau, dass eine Meeräsche, im Vergleich zu einem Brassen, ein besserer Energielieferant ist und sind demnach total auf diese oder ähnliche Beutefische fixiert. Hat man die richtigen Köder parat, sind gute Fänge möglich.
Nachdem alle Gäste versorgt waren, nutzten wir die Nacht, um auch auf die Jagd zu gehen. In sechs Angelnächten hatten wir immer Aktionen, leider waren auch einige Fehlattacken dabei. Dennoch gelang es uns, neun Fische bis 2m+ auf die Matte zu befördern. Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei und der Alltag hat mich wieder…

Zuletzt möchte ich mich bei meinen Freunden Markus und Jan bedanken. Markus hat hinter den Kulissen stets alles im Griff und kümmert sich um die Anliegen seiner Gäste. Jan ist einer der besten Guides am Fluss, bringt jeden Gast an den Fisch und geizt zudem nicht mit Tipps. Der Spaß kommt also nie zu kurz.
Ich freu mich schon jetzt auf meinen nächsten Aufenthalt am Grande Fiume.
Bis dahin!

Black Cat – The best way to catch!
Kevin Weiß