Sie befinden sich hier:

10.11.2020

Üppig am Ufer – Karpfen seitlich verführt!

Welcher Stipper möchte nicht gern an seinem Angelplatz Karpfen drillen, die größer als der Durchschnitt sind? Um dieses Ziel zu erreichen, muss erst einmal die Wassertemperatur seiner befischten Karpfenweiher auf einem gleichmäßig hohen Niveau liegen; die Laichphase muss beendet sein und die Fische suchen wieder aktiv nach Nahrung. Die Sommerzeit ist dazu perfekt! 

 

Jetzt muss der Stippangler nur noch zu Werke gehen. Meist bringt er seine langen Stippruten von 11 oder 13 Metern am Wasser zum Einsatz. Für viele gilt scheinbar der alte Grundsatz: Je weiter draußen, desto dicker die Fische. Die Margin-Angelei, eine in England entwickelte Angelmethode, hält dagegen. Sie liefert den besten Beweis dafür, dass der Stippangler darauf vorbereitet sein muss, kapitale Exemplare direkt vor seinen Füßen zu ergattern. Dabei wird das Mittelmaß deutlich überschritten, da sich die besseren Fische oft direkt am Rand, gewissermaßen im Schutze des Ufers, aufhalten. 

 

Allerdings wird bei der Margin-Angelei häufig seitlich nach rechts oder links vom eigenen Angelplatz versetzt gefischt, um die Fische durch die eigene Präsenz und der damit verbundenen Unruhe nicht zu verschrecken. Hat man seine Grundüberlegung zur passenden Angeltiefe, ob bei einer ausgeprägten Uferkante ein weicher oder ein harter Untergrund vorhanden ist und ob etwa Vegetation einen Schutz für die Fische bietet, abgeschlossen, wird als nächster Schritt der Futterplatz vorbereitet. 

 

Die Herangehensweise bei der Margin-Angelei kann relativ simpel gehalten werden: Es werden eingeweichte zwei Millimeter Pellets gefüttert, deren attraktive Wolke die Fische an den Futterplatz lockt. Oft kommen die Fische rasch auf den Platz, halten sich dort aber nicht lange auf. Damit sie sich aber nicht nur einfinden, sondern auch bleiben, füttert man zusätzlich Maiskörner. Als Angelköder dient wiederum ein einzelnes Maiskorn. Dem Margin-Angler sollte es also gelingen, den Futterneid unter den Fischen zu wecken, damit sie lange genug am Hotspot nach den gelben Körnern suchen. 

 

Damit Ihr beim Stipprutenkauf auf das richtige Pferd setzt, empfehle ich Euch die neue 7,5 Meter 2eX-S Margin SL Stipprute von Browning. Für mich die allererste Wahl. Die Länge ist perfekt, um die nötige Distanz zwischen sich und dem Futterplatz zu bringen. Zudem ist die Rute herrlich leicht für ein stundenlanges, ermüdungsfreies Angeln. Dennoch verfügt sie über genügend Power für die richtig fetten Spiegler und üppigen Schuppis.

 

Da beim Margin-Angeln, wie schon gesagt, die Karpfen oft größer als üblich sind und im Uferbereich vermehrt Montagenkiller wie Äste, Steine und Wurzeln im Gewässer lauern, wird das Setup bewusst etwas robuster gewählt. So verzichte ich zum Beispiel auch gerne auf ein Vorfach, da Knoten immer einen potentiellen Schwachpunkt in der Montage darstellen. Der Haken wird deshalb direkt an die Hauptschnur geknotet, um die Anzahl der Knoten möglichst gering zu halten.

 

Mein bewährtes Setup für das Angeln am Uferrand sieht somit folgendermaßen aus:

Stipprute: 7,5 Meter Browning 2eX-S Margin SL

Gummizug: Browning Black Magic Gold Hollow Elastic in 3,1 Millimeter

Haken: Browning Sphere Beast Barbless in Größe 13 und 12

Schnur: Quantum Quattron PT in 0,234 Millimeter

 

In der Kürze liegt die Würze, sagt man. Hier wohl eher die dicken Karpfen!

 

Allzeit Petri Heil, Euer

Christian Dörr, Team Browning Saarland