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17.11.2020

Fallende Blätter – feurige Welse

Wallerangeln im Herbst kann noch einmal zu einem echten Naturerlebnis werden. Augenzeuge eines großen Raubzuges der Uriane zu sein, bevor sich Väterchen Frost nähert, ist jetzt eine besonders schöne Perspektive. Die richtige Stellenwahl ist immer zielfördernd. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, wird am Ende der Sieger sein. Tiefe Wasserzonen sind im Herbst meine bevorzugte Fangregion. Wenn ein solcher Platz dann auch noch an ein Jagdgebiet des geheimnisvollen Fisches grenzt, schrillen bei mir die „Alarmglocken“. 

 

Da die Welse jedoch gern hin und her tingeln, können es genauso gut auch Buhnen, Steinpackungen, Böschungen, Kraut- und Sandbänke sein, wo er den Schwärmen seiner Beutefische hinterherjagt. Doch selbst hier kann keiner garantieren, welche Wahl des Spots sich als die richtige erweist. Im Leben gibt es nichts geschenkt, also angele ich gleich an mehreren Orten und versuche so meine Chance auf einen Welsfang zu optimieren. 

 

Drei Varianten, drei Fragezeichen!

 

1. Variante: Welsangeln im Flachwasser

2. Variante: Angriff an abfallenden Kanten

3. Variante: Test in tieferen Zonen

 

Welsangeln im „Flachen“ ist immer relativ. Ich entscheide mich, im Herbst nicht flacher als zwei Meter zu angeln. Alldieweil ich nicht erwarte, dass sich Welse zu dieser Jahreszeit in ganz seichten Gewässerbereichen preisgeben. Im Sommer dagegen beißen selbst kapitale Exemplare in deutlich geringerer Tiefe. Flachwasserzonen findet man meist im Bereich von Sand- und Krautbänken. Stark abfallende Kanten auf der Seite zum Tiefen hin zu beangeln, meine zweite Variante, gelingt am besten dort, wo Buhnen oder Steinpackungen angetroffen werden. Kleinfische suchen den Schutz dieser Kanten und die Waller patrouillieren nur zu gerne entlang dieser Strukturen.

 

Das tiefere Wasser als dritte Zielregion spricht natürlich für sich. Dies sind auch oft die tiefsten Stellen überhaupt in der Nähe des Jagdreviers der Raubfische. Solche Gumpen oder tiefen Außenkurven in den Flüssen werden von den Welsen häufig als Einstände genutzt, wenn sie sich bei kälter werdendem Wasser zurückziehen wollen. Dass diese Revierempfehlungen nicht nur leere Worte sind, sieht man an den Bildern von meiner letzten Herbstsitzung.  

 

Ruten und Rollen für diese Angelmethode sind sehr vielschichtig. Meine Vorliebe für die Black-Cat-Ruten „The Cat Bank“ und die „Cat Buster Multistyle“ ist ja bekannt. Für mich gibt es nichts Besseres. Als Rollen verwende ich die Black Cat Long Ranger und die Buster LTL30. Gegenwärtig werden oft die großen Rollen idealisiert, jedoch auch kleinere Modelle haben ihre Vorteile. Wenn nicht gerade die ganz große Distanz überbrückt werden muss, liegen sie einfach angenehmer in der Hand. Die Cat Buster Combo mit der Buster LTL30 ist „per du“ eine Traumkombination zum Welsangeln in puncto Gewicht. Einfach mal in die Hand nehmen; anschließend werdet Ihr sagen, die behalte ich!

 

Fallende Blätter bedeutet für uns oft Welse an Land – viel Glück beim Kräftemessen!

 

Euer

Toby Beeloo, Team Black Cat