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23.06.2020

Selfie Angeln – Fangen ohne Fotograf

Eigentlich gehe ich sehr gern in Gesellschaft angeln und bin so gut wie nie alleine am Wasser. Nun birgt das Leben in Zeiten von Covid-19 viele Umwege. So fühlte ich mich auf dem Weg an ein Flüsschen ins Harz-Vorland wie ein „Einsiedlerkrebs“. Dadurch, dass ich allein bzw. auf Solo-Tour war. Und ich hatte noch ein Problem: Wie schieße ich nebenbei ein tolles Erinnerungsfoto vom Fang – ohne Fotograf? In den vergangenen Wochen hatte ich mich vornehmlich dem Wat-Angeln auf wilde Bachforellen gewidmet und wollte diese herrlichen, rotgetupften Forellen auch dokumentiert haben. 

 

An meinem Angelgewässer hatte ich zum Teil stundenlang niemanden angetroffen und war somit ganz auf mich gestellt. Eine echte Ruhezone zwar, allerdings war das Problem: „wie mache ich ein ordentliches Foto im Alleingang“, noch nicht vom Tisch. Beim Waten im Bach möchte man mobil sein und nimmt wirklich nur das Nötigste an Equipment mit. Ein großes Stativ, womöglich noch eine Kamera mit Selbstauslöser, verpackt in einer sperrigen Tasche, war hier eindeutig nicht die richtige Wahl. 

 

Das Handy gewinnt mal wieder und muss es richten. Die modernen Smartphones haben eine hervorragende Bildqualität. Aber wer macht das Foto? Nach längerer Recherche im Internet wurde ich auf ein besonderes Dreibein aufmerksam. Klein, leicht und mit flexiblen Beinen ausgestattet. Dieses Modell kann schnell und überall befestigt werden.

 

Stehend oder auch mal um einen Ast „gewickelt“ – alles geht bei diesem „Klammeraffen“. Jetzt noch den Selbstauslöser meines Smartphones checken und mich vertraut machen. Hier gibt es verschiedene Auslösezeiten, die man einstellen kann. Ich hatte mich für 10 Sekunden nach Betätigung entschieden. Klappte super! 

 

Die ersten kiebigen Forellen fielen auf einen „Hustle & Bustle“-Wobbler aus dem Magic Trout Programm herein und somit entstanden auch schon meine ersten Selfie-Angelfotos im Bach.

 

Die Bachforellen bissen an diesem Tag hervorragend und so hatte ich häufig die Gelegenheit, ein wenig zu üben.

 

Dann hatte ich sogar noch das Glück, mich an einem großen Fisch zu versuchen. Eine massive Bachforelle schoss unter einer Baumwurzel hervor und knallte direkt auf meinen „Shot Spoon“. Was für ein Blitz-Biss!

 

Kurz vor Ende des Angeltages dann noch eine passende Bachforelle in Speisegröße. Perfekt! Abends in der Pfanne gebraten, war sie ein absoluter Gaumenschmaus. Die Bilder habe ich mir anschließend am PC angeschaut und den Angeltag noch einmal Revue passieren lassen. Auch ein „Einsiedlerkrebs“ kommt an sein Ziel.

 

Mit anglerischen Grüßen

Euer Fabian Frenzel, Magic Trout Team