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17.06.2020

Rhein-Riesen auf Sicht!

Während der Corona-Pandemie mussten auch wir mit unseren geplanten Welswochen im Frühjahr pausieren und fielen in eine Art „Dornröschenschlaf“. Pläne zu schmieden, war ziemlich sinnlos. Doch in der aktuellen Lage blicken auch wir wieder zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte und haben unsere Planungen für die Herbst-Abenteuerwochen 2020 in Spanien aufgenommen. Da auch ein dringendes Redebedürfnis über unsere Wild Cat’z Produktneuheiten für 2021 bestand, veranstalteten wir kurzfristig ein privates „Wild Cat’z-Teammeeting“ am Rhein. 

 

Die Liebe zum Welsangeln hat uns in dieser schwierigen Zeit geholfen. Endlich wieder am Flussufer zu stehen, um diese unglaublichen Gottes-Geschöpfe zu überlisten... – was für eine Freude! Und wir hatten in letzter Zeit das Verhalten der Welse am Rhein genau unter die Lupe genommen. In diesem Jahr konnten wir nach langer Zeit den größten Fluss Deutschlands tatsächlich mal zur Prime Time befischen. Die oft beste Zeit des Jahres, den Frühling und den Spätherbst, verbrachten wir sonst meist an ausländischen Gewässern. Nun fokussierten wir uns auf den Rhein, beziehungsweise wir mussten dies, aufgrund der aktuellen Umstände.

 

Wo wir im Fluss die Rhein-Riesen finden würden, war uns durch die gemachten Erfahrungen von vornherein klar, daher konnten wir alles total entspannt angehen. Im Frühjahr, gerade um die Laichzeit herum, muss in jedem Fall an Krautfeldern oder sonstigen hindernisreichen Zonen im flachen Wasser gefischt werden. Wir trafen uns am Nachmittag in einem Restaurant und freuten uns nach Wochen auf ein leckeres Essen und gekühlte Getränke. Unser Gesprächsstoff hätte für Tage gereicht und wir kamen so richtig in Fahrt. Anschließend doch recht routiniert, vom stets gleichen Ablauf des Rheinangelns, suchten wir den ins Auge gefassten Spot auf und machten vier Wild Cat’z Beast-Ruten startklar mit robusten Montagekomponenten aus der Black Cat Range.

 

Alle Ruten fischten wir mit festen Auslegern ohne Sollbruchstelle. Der Sinn besteht darin, den Wels zu landen, bevor er realisiert, dass er am Haken hängt und anfängt, stark zu kämpfen und somit unter Umständen in ein Hindernis gelangt. Das funktioniert natürlich nur auf eine kurze Angeldistanz. Da wir die Welse vor dem Ausbringen der Montage mit der Polbrille erneut gesichtet hatten, konnten wir die Köder gewissermaßen direkt vor den Mäulern präsentieren und hatten eine maximale Entfernung von 25 Metern. Ideal! Nach dem Anbiss muss dann die Schnurspannung aufrecht gehalten und sehr schnell mit dem Schlauchboot über den Wels gefahren werden, um ihn mit einem entschlossenen Wallergriff ins Boot zu ziehen. 

 

Das mag sich alles sehr speziell anhören, ist im Grunde aber eine der ältesten Vorgehensweisen in der Sportfischerei. Sich heranzupirschen und auf Sicht zu angeln, ist extrem spannend und zu gewissen Zeiten des Jahres einfach einzigartig effektiv. In sehr kurzer Angelzeit hatten wir zwei Rhein-Riesen von 2,38 und 2,33 Metern Länge gelandet. Damit war die Frühjahrssaison am schönen deutschen Rhein für uns abgeschlossen.

 

Wilde Grüße, 

Euer Patrick Haas und Peter Merkel, Team Wild Cat’z / Black Cat