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05.12.2019

„Beer & BBQ“ – Es wird heiß im Teich!

Herbstzeit ist für uns Karpfenangler die beste Zeit des Jahres, in der wir unseren „beschuppten“ Freunden ausgiebig nachstellen können. Die Blätter sind bunt und die Bäuche rund. Für die lange und kalte Jahreszeit treffen die Fische jetzt ihre Vorbereitungen und räumen in Neptuns Vorratskammer kräftig ab. Damit legen sie sich eine dicke Fettschicht zu. Selbst habe ich bereits vor längerer Zeit zwei Futterplätze angelegt. Nun soll meine Erntezeit beginnen. Die Party steigt unter Wasser und es wird heiß für meine Freunde, richtig heiß, denn ich hatte beinahe täglich die neuen Beer & BBQ – Boilies aus der Radical-Range serviert. Es geht eben nichts über einen gut vorbereiteten Futterplatz!

 

Gewässer:

 

Ich befische einen Stausee mit weit über 150 Hektar Wasserfläche und einer Durchschnittstiefe von zwei Metern. Meinem Instinkt folgend finde ich die Fische bei 16 Grad noch in den flacheren Regionen des Sees. Bei kühleren Temperaturen ziehen die Karpfen in die tieferen Bereiche, welche ich später befischen will. Da es jedoch auf den flacheren Plätzen gut anläuft, schenke ich dem tieferen Angelpunkt zunächst nicht viel Aufmerksamkeit. Dort füttere ich eher vorsichtig und beobachte genau, ob das Futter Abnehmer findet. In den ersten Wochen passiert dort relativ wenig. Einen Fisch kann ich haken, weiß aber, die Zeit für das tiefere Angeln liegt noch vor mir.  

 

Futter:

 

Ich habe mich für den neuen Beer & BBQ-Boilie entschieden, weil dieser mit 31,2 % einen hohen Rohproteingehalt aufweist und sich aufgrund seiner Zusammensetzung ideal für einen Langzeitfutterplatz anbietet. Das Geflügelmehl und die im Boilie enthaltenen, kleinen Pellets bringen die Proteine, die Bierhefe wirkt verdauungsanregend. Diese unvergleichliche Kombination macht diesen Boilie zu einem wertvollen Geschmacksträger. Obwohl er eine geschlossene Oberfläche hat, arbeitet er sehr gut und gibt seine Inhaltsstoffe zügig ins Wasser ab. So habe ich eine prächtige Lockwirkung. Durch sein Flavour eignet er sich auch ideal als „Instant Köder“. Ein Genuss für Karpfen – Schicht für Schicht!

 

Strategie:

 

Anfangs füttere ich täglich jeweils zwei Kilo 16 Millimeter und 20 Millimeter Boilies auf etwa 500 Quadratmetern und verkleinere die Fläche auf 100 Quadratmeter, als die Fische den Futterplatz angenommen haben. Durch die dunkle und unauffällige Farbe der kleinen Murmeln muss ich nicht befürchten, dass sich womöglich Wasservögel angesprochen fühlen. Helle Köder biete ich auf flachen Futterplätzen nicht an, wenn ich freche „Mitesser“ befürchten muss. Einzelne helle Boilies werfe ich hier und da auf die tieferen Futterplätze, denn beim Kontrollieren kann ich so besser sehen, ob die Kugeln tatsächlich gefressen werden.

 

Als Köder fische ich zuerst einen „Schneemann“, bestehend aus einem 20 Millimeter sinkenden Boilie und einem 16 Millimeter Neon Pop-up. Damit sie sich wie ein Schwamm mit dem Beer & BBQ Aroma schön vollsaugen, habe ich meine Köder vorher in dem passenden Dip eingelegt. Nun steht der Barbecue-Party unter Wasser nichts mehr im Wege. Für genügend Aufmerksamkeit habe ich gesorgt. Um dem ganzen optisch noch die Krone aufzusetzen, lege ich die fertig beköderte Montage schließlich in das entsprechende Beer & BBQ-Neon Powder ein: Das orange gefärbte Pulver gibt noch zusätzlich Aroma ab und ist am Futterplatz nicht zu übersehen.

 

Als ich die ersten Fische fange, dann aber die Bissfrequenz abnimmt, ändere ich meine Taktik von „auffällig“ zu „unauffällig“. Nun fische ich meine Schneemann-Montage zwar noch mit gedippten Ködern, aber ich wechsele den Neon Pop-up gegen einen unauffälligen Beer & BBQ-Pop-up aus und verzichte auf den visuellen Reiz. Das bringt mir – wie zu erwarten – noch den einen oder anderen Bonusfisch ein.

 

Als die Temperaturen weiter fallen, wechsele ich auf den tieferen Platz und verfolge meine Taktik weiter. Mit Einbruch der kälteren Wetterphase kann ich die unterkühlten Wühler jedoch immer weniger verführen. Jetzt brauchen die Flossenträger eine Party-Pause. Im zeitigen Frühjahr jedoch geht der heiße Boilie-Tanz weiter. Wieder frei nach dem Motto: „Es wird heiß im Teich!“

 

Euer

 

Jörg Krause, Radical Team