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09.10.2018

Goldenes Traumfinale beim „Weyrerteich Nachtmarathon“

Vor vier Jahren nahmen mein Freund Heinz Kerschbaumer vom Browning Team Austria und ich das erste Mal am „Weyrerteich Nachtmarathon“ teil. Unter schwierigsten Bedingungen landeten wir damals bei unserem Debut gleich auf dem 2. Platz. Leider ergab sich aufgrund von verschiedenen Terminkollisionen, national und international, erst jetzt die Gelegenheit, wieder an den Start zu gehen. Der super Sommer bescherte uns rekordverdächtige Temperaturen, dennoch kühlte es ausgerechnet eine Woche vor dem Marathon ab und Regen zog über das Land. Für uns nicht gerade erfolgsversprechende Aussichten. Vor Auslosung der Angelplätze beobachteten wir den See mit Argusaugen und achteten auf jede verdächtige Bewegung. Wir sahen tatsächlich einige Fische springen, aber leider nur in einer Ecke des Sees.

In diesem Fall konnte nur das Losglück entscheiden, ob wir Fische ans Band bekommen sollten oder nicht. Und wir hatten Glück! Unser Los schenkte uns einen Platz an der erhofften Ecke des Sees. Heinz und meine Stimmung stieg enorm, denn da hatten unsere entzückenden Augen ja Fischbewegungen ausgemacht. Am Platz angekommen loteten wir diesen penibel aus und fanden treffsicher auf zirka 35 Meter das alte Flussbett! Es war dort etwa 1,20 Meter tief. Warfen wir etwas kürzer, betrug die Wassertiefe nur zirka 0,90 Meter. Weiter draußen änderte sich die Tiefe indes nicht mehr so gravierend. Unsere Strategie bestand darin, drei Distanzen zu befischen. Natürlich auf 35 Meter, direkt auf der Kante des alten Flussbettes, auf 50 Meter und dann noch die 75 Meter-Bahn. So konnten wir uns aufteilen und im Fall der Fälle die Fische auf unterschiedlichen Plätzen überlisten.

Für die 35 Meter und die 50 Meter verwendete ich jeweils eine Method-Feederrute und eine normale Feeder-Montage, dazu zwei Method-Ruten für die 75 Meter. Unsere Rollen waren klar verteilt: Ich startete kurz mit dem Method- und dem Window-Feeder, Heinz fütterte die 50 Meter Bahn und legte sich auf 75 Meter den Platz zurecht.

Zu unserer freudigen Überraschung hatten wir sofort Fischkontakt und konnten regelmäßig Karpfen von 1,5 Kilo bis hin zur Dämmerung fangen. Als es dunkler wurde und die Nacht hereinbrach, versagten die kurzen Distanzen total. Ich konnte die ganze Nacht auf 50 Metern nur einen Fisch fangen. Heinz dagegen hatte auf der langen Bahn immer wieder Kontakte. Uns war sonnenklar, was jetzt zu tun war! Auch ich musste mich auf diese Bahn begeben. Regelmäßiger Köderwechsel war wichtig, um immer wieder Fische zu überlisten. Neben den Durchschnittsfischen hatten wir auch vier dicke Karpfen „beschlagnahmt“. Das machte sich bei der ersten Abwaage am Morgen bemerkbar: Mit über 80 Kilo schon für die erste Etappe waren wir sehr zufrieden, denn die letzten drei Jahre wurden am Ende mit jeweils etwa 75 Kilo gewonnen.

Danach waren wir noch motivierter und wollten bis Mittag weiter Vollgas geben. Immer wieder testete ich die kurzen Spuren, doch diese brachten auch am Vormittag keinerlei Fisch. Somit blieben wir bei der vertrauten langen Bahn und fischten permanent einen schnellen Rhythmus mit dem Method-Feeder. Diesen Rhythmus gaben die Karpfen vor und es lief wie am Schnürchen. Immer besser und besser! Jetzt brauchten wir einen zweiten Setzkescher, der erste war erneut gut gefüllt. Man glaubt es kaum, aber kurz vor dem Matchende spannten wir doch tatsächlich noch einen dritten Setzkescher auf, da die Bisse und die gelandeten Fische nicht weniger wurden. Nun war das Angeln vorbei und das Wiegekommando hatte seinen Einsatz. Beim zweiten Durchgang schmunzelten sich zwei alte Hasen zu, denn aus unseren drei Setzkeschern wurden nochmals 50 Kilo Fisch gewogen. Ein Traum! Locker über 130 Kilo insgesamt standen neben unseren Namen auf der Wiegeliste und wir waren uns schon ziemlich sicher: „Spiel, Satz und Sieg“ für uns!
Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Mittagessens bekanntgegeben und jetzt hatten wir auch die Gewissheit, dass wir das schwerste Gewicht seit Bestehen dieser Veranstaltung erzielen konnten. Ein Goldener Treffer, Platz 1 für das Browning Team Austria.
Ein großes Dankeschön an dieser Stelle für die gelungene Veranstaltung und natürlich der Firma Zebco Europe für die langjährige Unterstützung.

Kurz zu unseren Ausrüstungsdetails:
Futter: Browning Halibut BBQ mit Browning Champions Choice M7 im Verhältnis 50:50, sowie Zwei-Millimeter-Coarse-Pellets
Köder: die komplette Produktpalette von Browning und Radical an Mini-Boilies, Soft Hook Pellets sowie Chewies
Ruten und Rollen: Browning Sphere Feeder-Ruten von 3,00 bis 3,90 Meter Länge, dazu Sphere- und Black Viper MK850FD-Rollen
Futterkörbe: Browning Window Feeder, Open End Feeder und Flat Method Feeder.

Diese Veranstaltung haben wir wirklich in vollen Zügen genossen und zum Abschluss ein Traumergebnis erreicht.

Euer
Jürgen Fröschl
Browning Team Austria