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01.10.2018

Das Ei des Kolumbus – der Slow Sinking Feeder!

Eine sehr gut funktionierende Methode, um Friedfische am Gewässerboden zu überlisten, ist das Angeln mit dem Futterkorb. Oft erleben wir jedoch, dass die Fische während der wärmsten Jahreszeit im Mittelwasser oder gar oberflächennah stehen. Diese Fische galten für Feederangler, lange Zeit als schwer dingfest zu machen. Mit List und Tücke und Futter am Gewässergrund, versuchten die Feederangler die Fische dennoch dazu zu „bewegen“, den Hakenköder aufzunehmen.

Um die Fische vollends auszutricksen, musste eine besondere Lösung her: Der Futterkorb Xenos Slow Sinking Feeder von Browning ist in diesen Situationen genau das Ei des Kolumbus. Dieser Spezialkorb besteht aus einem Kunststoff-Futterkorb, jedoch ohne klassische Bleibeschwerung. Anstelle dessen hat dieser Korb eine Kunststoffkugel, die mit Wasser oder kleinen Spaltbleien gefüllt werden kann.
Durch präzises Befüllen des Korbes lässt sich die Sinkgeschwindigkeit wunderbar einstellen, dadurch kann der Köder in allen Gewässerschichten angeboten werden. Hat man erst herausgefunden, in welchem Tempo und in welcher Wassertiefe der Köder am besten aufgenommen wird, erleben die Angler eine absolute Fangmaschine: den Xenos Slow Sinking Feeder!

Bei meinem letzten Besuch im Sommer an einem kommerziellen Karpfenteich in den Niederlanden konnte ich sehr erfolgreich mit dieser Methode fischen. Der Slow Sinking Feeder war schnell und einfach montiert und super fängig. Wie ging ich vor? Ein Gummistopper auf die Hauptschnur, gefolgt von einem Microwirbel, in den ich den Korb hing, und zum Abstoppen des Korbes noch drei weitere Gummistopper.
Die Montage war umgehend angebracht und ich konnte mit dem Angeln beginnen. Ich stellte eine für mich angenehm zu werfende Distanz mittels Schnurclip an der Feederrolle ein. Anschließend wurde der Korb eingekurbelt, ich füllte die Kugel an ihrem Ende mit ein paar kleinen Bleischroten und überprüfte die Sinkgeschwindigkeit im Wasser vor mir. Dabei achtete ich in meinem Fall darauf, dass der Korb nur sehr langsam absinken und sich deshalb lange im Mittelwasser aufhalten würde.
Nachdem ich nun die passende Sinkgeschwindigkeit herausgefunden hatte, schlaufte ich noch das Hakenvorfach ein und spannte ein Pellet in das Pelletband des Hakens ein. Den Korb befüllte ich daraufhin mit 2-Millimeter-Pellets, die ich nicht fest eindrückte. Es folgte der Auswurf! Der Korb traf auf die Wasseroberfläche und ich schlug mit einem kurzen Ruck die Pellets aus dem Korb, so dass sie langsam von oben zum Gewässerboden sinken konnten.

Die Feederrute legte ich auf die Ablage und beobachtete sofort Schnur und Spitze. Sowohl der Hakenköder als auch der Korb folgten in der eingestellten Sinkgeschwindigkeit den Pellets und wurden nach wenigen, wiederholten Auswürfen von den Karpfen eingesaugt und brachten mir herrlich spannende Drills.
Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Mit dem richtigen Rhythmus beim Auswerfen und Freigeben der Pellets versammelten sich immer mehr Karpfen an der entstandenen „Futtersäule“ und nahmen die Köder immer schneller auf. Knallharte Bisse kurz nach dem Auswerfen wurden zur Regel und ich war am Jubilieren.
Angeln mit dem Xenos Slow Sinking Feeder auf Karpfen ist eine überaus erfolgreiche Angelmethode. Auch an heimischen Gewässern auf Schwarmfische wie Rotaugen kann sie jederzeit erfolgreich eingesetzt werden. Ohne meinen Slow Sinking Feeder Futterkorb, muss ich gestehen, würde ich nur schwer zurechtkommen. Eine echt starke Sache!

Viel Spaß beim Angeln mit diesem besonderen Spezialkorb wünscht Euch...

Euer
Martin Siwon