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08.10.2018

Kurzsession am Kanal – wie für mich gemacht!

Beim Angeln kommt es darauf an, die passenden Methoden für sich zu finden. Eine davon ist für mich die Kurzsession am Kanal. Hier möchte ich sie einmal ins rechte Licht rücken. In den letzten Jahren hat mir längeres Vorfüttern nicht nur einige Fische beschert, sondern auch gleichzeitig meinen Geldbeutel ziemlich strapaziert. Obwohl ich sehr gerne mit viel Futter arbeite und in gewissen Situationen die Fische auch wirklich darauf abfahren, habe ich trotzdem eine Art des Angelns für mich entdeckt, die auch mit wenig Futter gut funktioniert.

Ich angle mobil, das heißt, mit sehr wenig Tackle versuche ich die Fische schnell zu lokalisieren und zu befischen. Die Karpfen verraten recht schnell, wo sie sich gerade aufhalten. Hierbei achte ich peinlich genau auf springende oder rollende Fische, Fressblasen unserer Lieblinge sowie aufgewühlte Bodensedimente. Am Kanal muss ich dabei zwischen aufgewühltem Wasser von Schiffen und fressenden Karpfen unterscheiden.
Während ich am Kanal entlang laufe, trage ich meine Polbrille. Mit der habe ich die Fische schnell „durchleuchtet“ und ausfindig gemacht. Umgehend platziere ich meine Ruten und beködere sie mit Boilies von Radical, und zwar mit 16 Millimeter Yellow Zombie- und Rastafari-Popup’s und werfe die Fische gezielt an. Beißt es rasch, füttere ich einige normal sinkende 16 Millimeter Boilies nach, um die weiteren Fische am Platz zu halten. Sind sie beißfreudig, füttere ich erneut nach. Bleiben die Bisse indes aus, packe ich zusammen und ziehe weiter.

Warum verwende ich gerade die Yellow Zombie und die Rastafari Boilies? Beide Boiliesorten sind hell gefärbt und fallen am dunklen Kanalgrund auf – zu deutsch: die Fische finden sie schnell. Weiterhin harmoniert das Ananas-Aroma sehr gut mit der Buttersäure der Rastafari’s und Buttersäure ist auch das Stichwort: Dieser Attraktor diffundiert sehr gut unter Wasser aus dem Köder heraus. Die Fische nehmen die Buttersäure wahr und finden somit schneller meinen Hookbait.

Für die Kurzsessions-Angelei verwende ich zum Beifüttern ausschließlich 16 Millimeter Boilies. Bei gleichem Gewicht sind in einer Verpackung mehr einzelne Kugeln. Somit kann ich die Lockgaben besser um meinen Köder verteilen. Als Hookbait verwende ich ausschließlich Popup’s, da die Fische diesen Ködertyp besonders schnell lokalisieren. Muss ich mit Brassen rechnen, ist ein 20 Millimeter Popup mein Favorit. Sind an meinem Angelplatz Brassen eher Mangelware, fische ich 16 Millimeter Popup’s, weil meiner Erfahrung nach Karpfen 16 Millimeter Köder rascher fressen. Die Radical Popup-Dosen mit Ködergrößen von 20 und 16 Millimetern gemischt spielen mir natürlich bei dieser Angelei in punkto Gewichtseinsparung in die Karten. Ich muss nur eine Dose Popup’s mitnehmen, da beide Ködergrößen darin enthalten sind.

Zum Thema Angelgerät, welches ich verwende: Da ich alles zu Fuß transportiere, setze ich bei einer Kurzsession so wenig Gerät wie möglich ein. Selbst auf einen Trolly verzichte ich. Meine Ausrüstung besteht lediglich aus meinen Ruten, einem Stuhl, einer kleinen Abhakmatte, einem Kescher und einem kleinen Carryall mit Kleinteilen und Futter.

Das Kurzsession-Angeln am Kanal ist wie für mich gemacht und hat die Vorteile, dass ich meine Angelei in meinen Arbeitsalltag integrieren kann und dass ich nicht täglich an den Kanal zum Anfüttern fahren muss. Das spart Zeit und strapaziert den Geldbeutel nicht so sehr. Eine helle Freude!

Euer Alex Zirkler
Team Radical