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30.03.2015

Jahresauftakt am Naturfluss

Der Frühling hält langsam aber sicher Einzug und die Fische kommen bei den rel. milden Temperaturen manchmal mehr, manchmal weniger in Schwung. Grund genug eine kleine Sonntagssession an der Röder in Walda/Kleinthiemig einzulegen. Typisch: Zum verabredeten Angeltag soll ein nicht unerheblicher Wetterumschwung kommen. Erfahrungsgemäß wirkt sich das äußerst negativ auf das Beißverhalten der Fische aus. Aber egal - geangelt wird trotzdem!

Stefan, Bernd, Jörg und Julius bauen jeweils ihre Kopfruten samt ein bis zwei Kits auf. Das Gewässer, die Röder in Walda/Kleinthiemig, ist ein Naturfluss mit sehr geringer Strömung und gutem Weißfischbestand. Die gewählte Angeldistanz liegt fast durchgängig bei neun Metern. Zwar ist der Flussabschnitt in einer Uferentfernung von ca. 5 Meter am tiefsten (etwa 1,40 Meter), jedoch gehen wir nicht davon aus, dass die Fische so nah ans Ufer heran kommen. Spätere Versuche von Jörg und Julius zeigen, dass diese Annahme berechtigt ist.

Der Anfang: vielversprechend. Die ersten Driften bringen auf allen Plätzen sofort schöne Plötzen bis zu 80g ans Band. Doch nach den ersten zehn Minuten werden die Bisse verhaltener und immer mehr Kaulbarsche nehmen die Mücken. Jörg (mit Pinkies) und Außensitzer Julius (größtenteils mit Mücken) können am längsten Plötzen fangen. Nach der ersten Welle des Nachfütterns scheinen sich immer mehr Ukeleis auf der Strecke einzustellen. Diese haben zwar auch schöne Stückgewichte von bis zu 40g, doch eigentlich hatten wir es auf Plötzen abgesehen.

Versuche, den Köder leichter oder schwerer als mit einer Ein-Gramm-Montage anzubieten, bringen auch keine gravierenden Ergebnisse. Wer zu tief stellt, fängt Barsche, wer zu flach angelt, bekommt gar keine Bisse. Eine präzise Köderführung wird durch den stärker werdenden, böigen Wind massiv gestört. Wenn die Rutenspitze nicht im Wasser ist, kann der Köder gar nicht geführt werden oder tanzt ruckartig über den Grund. Bei diesem flachen Wasser natürlich nicht optimal.

Zur Verbleiung ist zu sagen, dass diese variiert werden sollte. Am Anfang fing eine kompakte Zwei-Punkt-Verbleiung mit zwei 11er-Schroten über der Vorfachschlaufe durchaus noch Fisch, später aber dominierte eine weit auseinandergezogene Kette. Gummistärken von 0,7 bis 0,9mm waren angebracht. Die neuen Browning Hohlgummis in 1,7mm waren für die größeren Plötzen sehr gut, bei Fischen unter 80g arbeitet ein dünner Vollgummi besser. Wir warten auf die Brassen, um die geilen Gummis ausgiebiger zu testen…

Browning Team Sachsen

Futter Jörg:
1 x Red Roach

1 x Gardons

Futter Julius:
1 x Black Magic

1 x Mad Roach

0,3 x B22 Match

1kg schwarzer Lehm