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23.06.2015

Karibik-Feeling in Bella Italia

Tourzeitraum: 30.5.-12.6.2015, Location: Po Mittellauf, Welscamp am Po, Familie Heiner: „Die Sonne brennt mit voller Kraft. Der Wasserstand des Grande Fiume sinkt täglich. Die Wassertemperaturen schnellen in die Höhe und klettern innerhalb weniger Tage auf die 25-Grad-Marke. Viele Welsangler haben bei diesen Faktoren gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist das Ausharren am Fluss ähnlich einem Strandurlaub: Erholung auf einsamen Sandbänken ist garantiert. Die Kehrseite der Medaille kann auf eine schwere Fischerei hindeuten, denn die Fische stehen im Paarungsfieber und fahren ihre Beute Aktivität drastisch zurück.
Dennoch ist der Zeitraum Mai bis Juni eine tolle und überaus erfolgsversprechende Angelzeit am großen Fluss Italiens, wenn man stellt sich auf die Bedingungen optimal einstellt. Viele Welsangler klagten in diesem Zeitraum über schlechte Fänge, manche mussten sogar eine Nullrunde hinnehmen. Der Grund hierfür war ganz klar ein stures Festhalten alter Gewohnheiten, Plätze und Montagen. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass die Fischerei kein Zuckerschlecken wird und nur viel Aktion und tägliche Motivation, in der von Hitze geprägten Po Mittellauf Region, Fische ans Band bringt.

Zusammen mit meinen Guiding-Tour-Gästen arbeiteten wir uns täglich dem Erfolg entgegen und konnten eine fantastische Fischerei bei tropischen Temperaturen erleben. Insgesamt konnten wir in zwölf Angeltagen 59 Waller fangen, darunter völlig unversehrte Fische, aber auch Welse, die Spuren des Hochzeitsspiels auf ihrem Körper trugen. Diese Beobachtung ist ein deutlicher Beweis, dass nie alle Welse gleichzeitig abrupt in das Laichgeschäft gehen, sondern je nach Flussabschnitt unterschiedliche Zeitfenster für das Paarungsspiel genutzt werden.

Mit dem Sonnenaufgang verließen wir die Schatten spendenden Uferregionen und begaben uns auf das Wasser und fischten aktiv mit Vertikal-Systemen und testeten unter anderen neue Prototypen-Teaser für das Fischen mit dem Wallerholz.
Der Po ist keinesfalls ein Gewässer an dem man erfolgreich Klopfköder testen kann, da in der Vergangenheit (15 Jahre zurück) fast alle Welsangler mit Hilfe des Wallerholzes die Po Waller gejagt haben. Viele Fische kennen daher die Wirkung des Wallerholzes und verbinden die Druckwellen mit Gefahr und verlassen das Angelareal. Aber gerade bei heiklen und schwierigen Bedingungen sollte man die Fängigkeit von neuen Ködertypen testen, um ein reales Testergebnis erzielen zu können. An wenig befischten Gewässern mit niedrigem Angeldruck fängt nämlich jeder Köder gut ;-)

Der neue Black Cat Glasperlen Teaser hat gleich in den ersten Angelstunden vollkommen überzeugt: acht Waller in zwei Stunden - so das Wahnsinnsergebnis der ersten Klopftour mit dem neuen Teaser.
Der Teaser kann ruhig gehalten oder aggressiv am Grund mit hüpfenden Bewegungen geführt werden. Die Glasperlen schlagen dabei aneinander, die Gummitentakel pulsieren wie eine Qualle unter Wasser. Aufsteigende Waller schossen dabei ohne Scheu direkt auf den Köder und heiße Drills unter brennender Sonne versüßten uns die Fischerei in der Mittagshitze.
Zum Abend hin suchten wir Uferregionen mit reichlich Bewuchs und Totholz im Wasser auf, um die Stellfischmontagen auszulegen. Ich vertraute auf unauffällige Black Cat Unterwasserposen mit 10-20 gr Tragkraft und 2 m langen, dünn geflochtenen Vorfächern.
Der Plan ging auf und wir konnten in mancher Nacht bis zu acht Waller-Bisse verwerten. Vor allem die Vollmondzeit war ein Garant für überdurchschnittliche Aktionen an unseren Ruten.“

Stefan Seuß
Black Cat Guiding - The Best Way to Catch