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25.09.2014

Goldener Herbst…

So abgedroschen diese Überschrift auch ist, sie stimmt einfach!

Die letzten Wochen waren bei uns an der Elbe eher schwierig. Hin und wieder wurden ein paar Fische gefangen, aber so richtig lief es bei keinem.

Vergangenes Wochenende hatte mich André überredet, mal wieder mit ihm zusammen zu fischen. Mein kleiner Sohn war wie meistens beim Karpfenangeln auch wieder mit von der Partie. Dementsprechend mussten wir „leider“ einen eher bequemen Strandabschnitt befischen.

Die sechs Ruten waren schnell scharf und allesamt mit Boilies unserer Range bestückt. Da wir beidseitig einer Buhne fischten, hatte jeder in seinem Buhnenfeld freie Platzwahl. Diese Taktik hat sich in der Vergangenheit bewährt, da man sich nicht gegenseitig die Chancen zunichte macht. Wenn möglich takten wir unser Angeln so, dass wir bei Niedrigwasser - wir fischen im Tidenbereich - den Platz aufbauen und befüttern. Dies ist der beste Zeitpunkt, um Futter und Köder präzise zu platzieren.

André befütterte beide Stellen bereits im Vorfeld mit Mais und verschiedenen Boilies.

Eigentlich waren wir auf ein ruhiges Strandwochenende eingestellt. Der Grill lief auf Hochtouren und wir saßen gemütlich bei einer Gerstenkaltschale und genossen den Spätsommer. Plötzlich lief die erste Rute ab. Der doppelte White Coconut hatte zugeschlagen. Was für ein Auftakt, 21 kg pure Grasskarpfenpower gaben alles.

Die Nacht blieb angenehm friedlich. Erst am Morgen stieg ein weiterer Graskarpfen ein und weckte uns sehr angenehm.

Tagsüber blieb es ruhig und wir hatten genug Zeit, die Natur zu beobachten und mit den Kindern zu spielen. Für mich mittlerweile eine willkommene Abwechslung zum manchmal stressigem Hardcorefischen.

Pünktlich zum Sonnenuntergang stiegen erneut zwei Fische ein. Ein makelloser Schuppenkarpfen und ein weiterer Graser läuteten die Nachtruhe ein. Leider wurde die Nacht eher unruhig, da ich zur Bereitschaft gerufen wurde. Es blieb bei vier Fischen mit einem Gesamtgewicht von über 65 kg.
Was kann man tun ...

Grüße von der Elbe
Sven Radzewitz
und André B.