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22.10.2014

Die Zeit der Ruhe…

Was bedeutet eigentlich das Wort „Herbst“ für uns Angler…?
Das Wort Herbst hat denselben Ursprung wie das englische Wort „harvest“ = „Ernte(zeit)“. Dieses Wort trifft es genau auf den Punkt. Die Ernte steht an. Die Frage bleibt: was hat man genau zu erwarten, wenn man nichts gesät hat? Antwort: Alles.

Ich bin im Herbst gerne spontan, d. h. ich richte mich nicht nach bestimmten Regeln, sondern mache meine Angelei nach Gefühl heraus. Der Herbst ist meiner Meinung nach die Zeit zum Nachdenken und seine Ruhe finden.
Die Beobachtung steht in meiner Angelei im Vordergrund zu dieser Jahreszeit. Ich setzte mich auf einen guten Aussichtplatz und verweile ein paar Stunden dort. Meistens bekommt man da schon einen ganz guten Eindruck, wo Fische sind. Das Verhalten kann beobachtet werden und mit etwas Glück schaut auch mal ein Big Fish vorbei.

Nach der Beobachtung steht die Platzwahl an. Das ist meistens ein kleiner Bereich, wo man nur zu zweit sitzen kann und in der Deckung der Natur arbeitet. Die Distanz zum Angelplatz muss passen und es muss lautlos vonstatten gehen in der Zeit der Ruhe.

Mit der Platzwahl überlege ich schon meine Montagen. Meistens wähle ich die sehr grob für einen Karpfenangler aus. Vorfach mit 55 lbs und ein dicker Hacken (Mustad Gr. 4) kombiniert mit einem Bigball (40 mm Kugel) sind die Waffen, um die Herbstpullen zu überwältigen.

Wenn die Montagen liegen, beginnt die Zeit der Ruhe für mich. Erst ab diesen Zeitpunkt kann ich endlich abschalten und mich auf das wesentlich der Angelei konzentrieren, dem Dasein in der Natur. Für jeden noch so kurzen Moment bin ich dankbar und hoffe, ihn so lang wie möglich festhalten zu können. Wenn dann einmal der Bissanzeiger ertönt, ist es auch recht ...

Diese Zeit der Angelei ist für mich die schönste, um draußen zu sein und einfach über nicht anderes nachzudenken.

Keep going
Matthias Pi.