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01.07.2014

Heiße Hechte

Pfingsten 2014, ein langes Wochenende steht an, endlich mal wieder richtig angeln!

Leider nicht für mich, eine Familienfeier an einem großen Schweizer See stand auf dem Programm. Irgendwie wollte ich aber doch auf den See, deshalb stellten mein Bruder Torsten und ich uns zur Verfügung, Renken für den Grillabend zu fangen. Alle waren begeistert und ich hatte mir doch noch ein paar Angelstunden sichern können.

Auf der Suche zu den besten Renkenspots wollten wir wieder schleppen. Unsere Vorgehensweise war wegen der mäßigen Gewässerkenntnisse einfach: nur mal durchs Freiwasser fahren und auf dem Echolot die Renkenschwärme suchen. Als Köder kamen unsere Monsterköder zum Einsatz, die für solche Gewässer entwickelt wurden. Da wir nicht wussten, wie tief wir Angeln sollten, nahmen wir die Köder in unserer bis dato größten Ausführung (40 cm ca.400 g), flach gefischt, um auch tief stehenden Hechten, ein auffälliger und lohnender Happen zu sein. Als Vorfach verwendeten wir ein unauffälliges Quantum Sea Fluocarbon Sea Leader 0,70 mm. 35 °C Hitze und jede Menge Treibgut machten das Rudern im ungewohnten Leihboot zur Tortur. Mit den Rhino Paravanen konnten wir wenigstens vermeiden, dass der Dreck zu den Ködern runterrutschte und somit unseren Ködern freie Bahn gewährten . Die Renken waren relativ schnell gefunden und lieferten an der Quantum Hypercast Felchen einige aufregende Drills. Beim Trolling biss erstmal nichts.

Auf der Rückfahrt dann der erhoffte Einschlag: kurze Zeit später kam ein schöner 105 cm Hecht zum Vorschein. Ein super Einstand für den neu gegossenen Köder. Aufgrund des Erfolgs entschlossen wir spontan, am nächsten Tag zur Mittagszeit, nochmals die Köder durch das Freiwasser zu schleppen. Die Bedingungen waren wieder eher schlecht, Hitze und keinerlei Wind. Aber es lief an, wir konnten in drei Angelstunden zwei 90iger und zum krönenden Abschluss einen wohlgenährten 123 cm Hecht fangen. Absolut unglaublich. Trotz der extremen Bedingungen konnten die Hechte dem verführerischen Monsterhappen nicht widerstehen. Meine Theorie und mein Angelstil, großer Köder fängt die großen Fische, wurde mal wieder bestätigt. Der Köder macht mir auf jeden Fall Hoffnung auf mehr und die nächste Tour steht auch schon demnächst wieder an.

Fängige Grüße
Gunther Schülzle