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27.05.2013

Sturmflut in Frankreich

Dieses Frühjahr werden wir Angler wohl so schnell nicht mehr vergessen. Der Po führt momentan sein 8.Hochwasser, die deutschen Flüsse waren voll bis oben hin und auch ganz Frankreich wurde von starken Regenschauern heimgesucht. Gerade jetzt, als ich die vergangenen 12 Tage in Frankreich Revue passieren lasse, schüttet es im Odenwald in Strömen und wir haben eine Außentemperatur von 7 Grad. Für den Sommeranfang Ende Mai wirklich keine realen Verhältnisse und die Wetterkapriolen spiegeln sich ganz deutlich auf das Verhalten der Welse wieder. Normalerweise hätten sich die Räuber schon längst zusammengefunden, um zu Laichen, aber die braunen Fluten und hohen Pegelstände treiben sie weiter zum Fressen an. Mit einer Wassertemperatur von 13 Grad, Pegel 2,5m über Normal und vom Dreck aufgewühlte Fluten, so empfing uns der Süden. Das Wasser stieg, fiel wieder fast auf Normalstand herab und stieg erneut. Normalerweise muss das Fressverhalten bei solchen Bedingungen irgendwann stagnieren und diese Vermutung bestätigte sich auch mit jedem Angeltag. Die Fischerei war sehr speziell, es gab Tage wo wir innerhalb von 24 Stunden über 14 Fische landen konnten und wiederum Zeiten, wo es eine ungeheure Herausforderung war, überhaupt einen Biss zu bekommen. 74 Waller bis 243cm war unser Ergebnis in der Hochwasserhölle des Südens. Darunter ein Gigant von 103 Kilo und einige Kracher, welche die 170 Pfund Marke knackten. Eine kleine Fotoauswahl der Tour habe ich euch hier zusammengestellt.
 
Black Cat - The best Way to Catch.
 
Stefan Seuß