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06.01.2011

Testbericht Browning Hybrid Barbus 12'

Der ein oder andere von uns wird vielleicht schon am Wasser Bekanntschaften mit der beschuppten Variante eines Hybriden gemacht haben, wissentlich oder unwissentlich. 2011 dürfen wir Petrijünger uns voll und ganz auf einen besonderen "Hybriden" freuen. Mit der neuen Hybrid Serie macht Browning 2011 einen weiteren Schritt in Richtung Specimen Hunting. Allen voran wird die neue Hybrid Barbus im Kreise der Barbenfans mit Sicherheit für große Aufmerksamkeit sorgen.


Basisdaten:
Länge: 12' (3,60m)
Gewicht: 271g
Wurfgewicht: >50g
TL: 1,28m
Teile: 3+3 (Wechselspitzen)



Die Rutenexperten von Browning haben einmal mehr ganze Arbeit geleistet. Diese fein anmutende Rute hat es mächtig in sich. Der federleichte Blank überrascht mit einer sehr schnellen und progressiven Aktion. Sie verleiht der Rute ein einmaliges Gefühl beim Wurf und im Drill. Schnittige EVA-Griffe und der stylische PacBay Rollenhalter runden das innovative Design ab. Die angenehme Transportlänge von 1,28m ist perfekt für das mobile Angeln mit häufigen Platzwechseln, zum Beispiel beim Stalken an stark bewachsenen Uferpartien.
Wie der Name schon sagt handelt es sich im Grunde genommen um die Kreuzung zweier Rutentypen bzw Angelarten. Zum Einen besitzt sie Eigenschaften einer klassischen Feederrute. Wie zum Beispiel die perfekte Bisserkennung über die mitgelieferten Feederspitzen und die sehr schnelle Aktion. Zum Anderen vereint sie auch die Merkmale der in England sehr beliebten Specialist bzw. Avon Ruten in sich. Die progressive Rutenaktion ist ein wichtiges Detail beim Angeln auf Barben. Das hat einen einfachen aber entscheidenden Grund. Vor allem größere Exemplare mobilisieren auf die letzten Meter noch einmal ungeahnte Kräfte. Egal ob sie den Kescher oder den Schein einer Kopflampe sehen, mit einer regelrechten "Explosion" nahe der Oberfläche muss immer gerechnet werden. Herkömmliche Feederruten mit Spitzenaktion sind dann in vielen Fällen zu steif, was für Verbindungsknoten und Haken eine Höchstbelastung darstellt. Einen Fisch  zu  verlieren ist wohl der Albtraum eines jeden Anglers. Vor allem dann, wenn es letztendlich am (falschen) Material und nicht am anglerischen Vermögen scheitert. Mit der perfekt auf den Zielfisch abgestimmten Hybrid Barbus kann man sich dem Erlebnis Barbenangeln in Zukunft vollends hingeben.



Die im Lieferumfang enthaltenen Wechselspitzen (3oz, 4oz, 6oz) garantieren in jeder Situation eine perfekte Bisserkennung. Die 3oz Glasfaserspitze ist der ideale Begleiter für langsam strömende oder flache Gewässerabschnitte. Fremdgehen ist durchaus möglich, denn mit ihr lassen sich mit ein wenig Übung selbst vorsichtige Bisse von Nasen und Rotaugen noch gut erkennen. Wer gerne mit Method Feeder und Co. Karpfen, Brassen und Schleien im See nachstellt, sollte diese Rute auf jeden Fall im Auge behalten. Die beiden steiferen Kohlefaserspitzen sind dann gefragt, wenn in tiefen, stark strömenden Gewässerabschnitten oder auf mittlere Distanz gefischt werden soll. Zur leichteren Bestimmung des jeweiligen Typs, sind die Wechselspitzen beschriftet und zur besseren Bisserkennung eingefärbt.

Die Paradedisziplin der Hybrid Barbus ist selbstverständlich das Ledgering, also das Grundanglen mit Festblei oder Durchlaufmontage. Das ideale Wurfgewicht ist mit 50g angegeben und völlig ausreichend, um in den meisten Situationen komfortabel zu angeln.  Während des Praxistests habe ich Gewichte bis 92g auf gut 50m gebracht, was eindeutig auf eine sehr ausgeglichene und ausgereifte Rutenkonzeption hinweist. Ich hatte in Anbetrachtracht des sehr geringen Rutengewichts zugegebenermaßen leichte Bedenken. Diese verflogen aber nach den ersten Würfen mit der Hybrid Barbus am Wasser. Das optimale Wurfgewicht liegt je nach Wurfstil also um die 50g, im Nahbereich kann man aber auch getrost 90 oder gar 100g in die Fluten schlenzen.


Der Griff ist ein wenig kürzer gehalten als bei anderen Barbenruten. Denn Ihre Stärke liegt in meinen Augen im Nahbereich bis 25m Uferentfernung. Aufgrund des kürzeren Griffes hat man einfach mehr Rute, um gehakte Fische sicher um Hindernisse zu dirigieren oder um starke Fluchten sauber zu parieren. Der Anschlag kommt in jeder Situation sauber durch und verhaftet selbst zaghaft beissende Fische. Daneben glänzt sie auch beim Feedern und ermöglicht eine fantastische Bisserkennung beim Angeln mit Futterkörben oder dem Method Feeder. Das könnt ihr in meinem kleinen Bericht "One Rod Challenge - Schlammschlacht im November" im Forum von Friedfischangeln.de auch gerne nachlesen.
(Evtl Link auf die HP einfügen um Bericht zu lesen)



Alles in allem bin ich wirklich begeistert von dieser Rute. Das Einzige was ich vermisse ist eine kleine Hakenöse, welche praktisch für schnelle Platzwechsel wäre. Für alles andere wurde bereits gesorgt! Sogar das Rutenfutteral ist so designed, dass man für kurze Sessions eine komplett montierte Rute darin verstauen kann.

Radical Händlerteam Angelalarm  
Max Seitner

www.friedfisch-angeln.de
www.angelalarm.de