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31.08.2009

Hairy Mary vertikal: 51 Zander in 2 Tagen!

05:30 Uhr an Slipanlage getreu nach dem Motto: Der frühe Wurm fängt den Fisch! Als Olaf von der Weide und ich noch ein wenig verschlafen am Sportboot Hafen ankamen, wartete Dirk schon an seinem noch auf dem Trailer befindlichen Crestliner Serenity; einem zum Vertikal-Angeln perfekt ausgestattetem Angelboot. Wie immer fuhren wir unsere bekannten Stellen der Reihe nach an und freuten uns auf einen fischreichen und kulinarisch wie immer sehr abwechslungsreichen Tag...


Mit einem Unterschied: Heute haben wir ein paar Blisterpacs der neuen Hairy Mary von Quantum mit an Bord. Als ich nun als frischgebackener Testangler von Quantum zwei Hände voll Gummiköder aus meiner Tasche zaubere, ernte ich erst einmal ein paar Blicke voller Skepsis (Spot!?). Ist er jetzt völlig übergeschnappt? Ist er bereits "gebrainwashed"? Da hält nun wohl einer die Quantum-Fahne sehr hoch, oder!? Das waren die Sprüche die ich umgehend erntete.

Die beiden Profis an Bord schwören nämlich auf ihre Bass Assassin, Charlies, Illex Nitro und andere teure US- und Japan-High-Tec-Köder (bis zu 9 EUR/Packung) und Ihr Interesse an "günstigen Allerweltsköder" halten sich sehr in Grenzen. Es muss schon ein wenig rar und besonders sein und mindestens halb-geheime Online-Bezugsquellen haben, um eine Chance am Ende der Schnur zu bekommen. Keiner meiner Mitstreiter greift also freiwillig zur Hairy Mary, obwohl Sie auch dann und wann mit ähnlichen US-Fransenködern den Stachelrittern nachstellen.


Erfüllt von lauter Enthusiasmus für die neuen Quantum Köder befestige ich eine große Hairy Mary in orange an meinem 20g-Jigkopf mit Stinger und entlasse diese in die dunklen sedimentlastigen Fluten. Es dauert nun wie im Werbefilm keine 20 Sekunden und ich habe den ersten Anfasser... Ein sehr viel versprechender Start; nur leider hing er diesmal nicht richtig. Der erste gelandete Fisch ging dann aber auch auf das Konto "meiner" Hairy Mary. Mittlerweile war ich in gewisser Weise schon irgendwie ganz verliebt in das Ding!

Nach 1-2 Stunden auf dem Fluss fiel das Fangverhältnis doch eindeutig zu meinen Gunsten aus... Lag es daran, das ich extrem konzentriert meinen Köder führte, um mir nicht die Blöße zu geben und Olaf und Dirk die Fängigkeit der Hairy Mary zu beweisen? Oder lag es wirklich ausschließlich am Köder?

Wie dem auch sei: Gegen Mittag fischten wir bereits alle drei mit der Hairy Mary und nach einem  80er und einem 90er Zander sowie weiteren 49 Fischen (in 2 Tagen) stand fest, dass diese Sternstunden auch am Köder gelegen haben könnten.


Auf jeden Fall haben wir 2 Packungen der Hairy Mary in orange komplett "verangelt"... aber auch die "Notlösungen" in Grün, Weiß und Braun erwiesen sich am zweiten Tag als ähnlich fängig. Von der kleineren Größe versprach ich mir ein paar schöne Barsche, konnte aber nicht einen Biss auf dem kleineren Modell verzeichnen. Die Barsche fing ich dann mehr oder weniger nebenbei auch auf die große "Marie". (siehe Fotos!)


Olaf dagegen hatte sich in die kleine Hairy Mary verguckt und fischte ausschließlich diese; ebenfalls mit tollem Ergebnis. Er hat sofort zwei kleine orange Mary`s konfisziert (geklaut) und wollte sie unbedingt an seinen Barschplätzen vom Ufer aus testen, hat gestern angerufen - hat nur Zander damit gefangen!

Übrigens: Auch geworfen vom Ufer konnte ich ein paar Glasaugen und einen 80er Hecht verhaften... Aufgrund der Fransen ist hier auch eine ganz langsame Führung möglich ohne auf ein reizendes Köderspiel verzichten zu müssen.


Allzeit "tight lines" wünscht

Euer Mirko Heim