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15.05.2007

So geht's auf Hornhecht

von Michael Andreas




Wenn der erste Raps blüht, kommt nach der Heringssaison wieder der Hornhecht, um im wärmer werdenden Ostseewasser sein Laichgeschäft zu erledigen. Ihm Nachzustellen ist nicht besonders aufwendig und man muss keine Unmengen an Gerät mitschleppen. An tiefen Stränden kann der Hornhecht zum einen gut mit Blinker befischt werden, oder es kommt die Wasserkugel zum Einsatz. An flachen Stränden kommt man am besten mit der Wathose an die Fische ran. Die Methoden sind jedoch dieselben wie vom Strand aus.


Die Köder:




Die Köderpalette beim Hornhechtangeln ist sehr vielfältig:

- Topp-Köder Nr.1 ist der Heringsfetzen (ist der Hering verbraucht, kann wunderbar der Fetzen von einem kleinen Hornhecht genommen werden)

-  Schlanke 20g schwere Blinker (um den Drilling besser im Fischmaul haken zu können, empfiehlt es sich, den Drilling mit 2,5 – 5,0 cm monofiler Schnur mit dem Blinker zu verbinden.)

-  Wattwurm und Seeringel sind nicht die besten Köder, reichen aber aus, um einen Hornhecht zu fangen, um dann mit Fetzen weiterfischen zu können.


Das Gerät:




Zum Spinnangeln reicht eine leichte 3 m Spinnrute ( bis 50g WG ). Zum Posenfischen sind auch keine besonderen Ruten nötig. Es reichen Ruten, mit denen man das Gewicht der Wasserkugel auf ausreichend Weite in die Ostsee befördern kann. Mittlere Rollen mit 30er monofiler oder 15er geflochtener Schnur reichen aus, um Hornhechte zu beangeln.


Tipps:


- Sbirolino und Dartcaster sind besser geeignet, als Wasserkugeln, da der Hornhecht häufig versucht, durch die Farben der Kugel diese zu atterkieren, während der Köder unbeachtet bleibt.

- Das Vorfach sollte beim Angeln mit Wasserkugel oder Dartcaster eine Länge von 50 cm bis 1,5 m haben.

- Fällt beim Wurf der Heringsfetzen häufig ab, den einfach Haken gegen einen kleinen Drilling tauschen.

- Wasserkugel oder Sbirolino öfters mal mit leichten Zupfbewegungen einholen, um zusätzlichen Reiz zu erzeugen.

- Beim Spinnangeln die Ködergeschwindigkeit variieren.

- Die gefangen Fische in einen Eimer mit Wasser und Deckel am Strand aufbewaren damit sie nicht in der Sonne verderben. (ggf. Wasser wechseln, wenn es zu warm wird)