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14.09.2006

QUANTUM Carp Jugendfischen 2006



Quantum Carp System goes River Elbe



An stehenden Gewässern kann jeder angeln ... die Elbe erfordert ganze Kerle!


Seine Gehhilfen hatte Daniel Bensch längst in den Sand der Buhnen geschmissen. Die Schweißperlen auf der Stirn waren noch nicht getrocknet und glitzerten im ersten Tageslicht. Die Schmerzen hatte er völlig vergessen. Erschöpft aber dennoch glücklich und zufrieden schaute er in die Kamera und uns war klar, dass sich das gesamte Jugendfischen bereits jetzt gelohnt hatte…




Daniel Bensch, Soeren Liesigk, Daniel Lehmann, Stefan Seuß



Einer der vielen schönen Momente des diesjährigen QUANTUM Jugendfischens, welches vom 30.06.06 bis 02.07.06 an der Elbe in Sachsen-Anhalt ausgetragen wurde.


Sieben Jugendliche aus ganz Deutschland fanden den Weg an einen der schönsten Flüsse im Herzen Mitteldeutschlands. Ein Jugendkarpfenangeln unter Anleitung kompetenter Betreuer erstmalig an einem Fluss und das für ein ganzes Wochenende. Diese Idee war so gut angekommen, dass es einem ganz verrückten Jungangler nicht davon abhalten konnte als sein Fahrer absprang, mit seinem gesamten Tackle per Bahn anzureisen. Als er nach der sechsstündigen Zugfahrt in Elster gegen 11.00 Uhr ankam, warteten bereits die anderen Jugendlichen am vereinbarten Treffpunkt und wir starteten gemeinsam zum eigentlichen Austragungsort.




Stefan und Benny beim Welsmontagen auslegen


Als Basislager diente uns das Vereinsheim der ortsansässigen Kanuten, welche uns aufs Beste unterstützten. Für das Angeln selber wurde die Grundausrüstung für das Flussangeln (Haken, Vorfachmaterial, Bleie, Köder usw.) durch die Firma QUANTUM gestellt. Gefischt wurde nach einer Platz- und Teamverlosung in Zweiergruppen an vorgefütterten Buhnen. Nach der Einweisung durch mich, der Platzeinrichtung und einem Mittagessen wurde sofort mit dem Fischen begonnen, da alle bis in die Haarspitzen motiviert waren.

Gegen 17.00 Uhr wurde dann das Angeln für zwei Stunden, für das wichtige Viertelfinalspiel Deutschland vs. Argentinien unterbrochen. Nach dem glücklichen Spielausgang sollte es dann „richtig“ beginnen. Jeder begab sich an seinen Platz und bereitete sich für die kommende Nacht vor.




Daniel Lehmann Einweisung




Markus Wechsler abgesoffen




Am nächsten Morgen gegen 6.30 Uhr pfiff eben bei Daniel Bensch die Rute an der Strömungskante ab. Der Fisch konnte einem von Stefan Seuß entwickeltem Boilieprototypen nicht widerstehen. Da Daniel durch einen schweren Mopedunfall sehr gehandicabt war, eilte ich zum Pod, schlug an und übergab ihm die Rute zum Drill. Zunächst setzte sich der Fisch am Buhnenkopf fest, doch nachdem uns Stefan mit dem Rhino-Boot zu Hilfe kam, konnte der Spiegelkarpfen im Hauptstrom sehr schnell ausgedrillt werden und der Fänger strahlte durch seinen ersten Flusskarpfen und dem spektakulärem Drill in die Kamera. 16 Pfund pure Muskelmasse aus dem Strom waren von Daniel bezwungen worden.




Gruppenbild



Der Samstag verging durch interessante Vorträge rund ums Flussangeln sehr schnell. Am Abend wartete auf die Jungs noch eine andere Überraschung. Stefan Seuß und Benjamin Gründer demonstrierten für alle sehr anschaulich und unterhaltsam, wie sie am 21.03.2006 am Po in Italien zwei gigantische Weltrekord-Waller überlisten konnten und legten für die kommende Nacht noch zwei Welsruten mit ihren Erfolgsmontagen aus.

Mit einem gemeinsamen Grillabend klang der Samstag aus und es wurde bei einem Lagerfeuer noch bis in die Nacht hinein Erfahrungen ausgetauscht. Leider konnten keine weiteren Fische überlistet werden. Der Grund dafür war aber schnell gefunden. Aus der Tschechei kamen durch starke Regenfälle enorme Mengen Wasser und der Pegel der Elbe stieg rapide an. Betreuer Markus Wechsler hatte über Nacht ein Bivie mit Meerblick und die Brutfische schwammen unter seiner Liege durch. Er war glattweg mit seinem Camp „abgesoffen“. Zwei Jugendliche hatten ihre Ruten so nah am Buhnenrand aufgebaut, dass sie am frühen Morgen noch ein unfreiwilliges Bad in der Elbe nahmen um ihre Pods samt Aufbau wieder zu bekommen. Wer hat schon mit einem Meter Wasseranstieg gerechnet ?




Die Elbe



Aber auch dieser Umstand konnte der Stimmung keinen Abbruch tun und nach dem gemeinsamen Frühstück wurde leider alles schon wieder für die Heimreise vorbereitet. Nach der Auswertung des Wochenendes wurde noch hochwertiges Tackle aus dem QUANTUM Carp System Programm verlost und die Jungs wurden wieder wohlbehalten von ihren Eltern in Empfang genommen.




Markus Wechsler macht Abendbrot



Wir hatten eine Super Veranstaltung mit tollen Teilnehmern und die Jungs waren sich alle einig, dass sie es in Zukunft trotz der widrigeren Umstände, die dass Flussangeln mit sich bringt, wohl häufiger am Fluss probieren wollen und eine solche Veranstaltung bald wiederholt werden sollte. Denn am Stillwasser kann jedes kleine “Mädchen“ angeln. Mit den rauen Gegebenheiten am Fließgewässer muss man sich erst vertraut machen und anfreunden.




Daniel Bensch, 16 Pfund.



Die Zeit verging wie immer viel zu schnell und nachdem sich die Betreuer den Jugendlichen und voneinander verabschiedet hatten, traten auch wir die Heimreise an. Vielen Dank an dieser Stelle, auch im Namen der Jugendlichen, an Zebco Sports Europe, den Kanuverein, dem Angelfachgeschäft Rehse in Elster und natürlich den Betreuern, die allesamt zum dem guten Gelingen des diesjährigen QUANTUM Carp Jugendcamps beigetragen haben. Gut zu Wissen, dass es noch Firmen und Menschen gibt, denen Jugendarbeit noch etwas Wert ist.


Daniel Lehmann




Rutenaufbau am Fluss