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06.11.2003

Am Po wallert es gewaltig!


Am Po wallert es gewaltig!

Harry Stadlhuber berichtet von den anglerischen Bedingungen am Po/Italien. Wer geglaubt hat, das Hochwasser im Oktober 2000 hätte am Italienischen Po großen Schaden in der Population der Fische, besonders beim Wels, angerichtet kann beruhigt Aufatmen. Die Fänge, insbesondere im Mittellauf (Revere, Ostiglia), die vergangene Saison gelandet wurden, bestätigen dies. Die Fänge werden immer gewaltiger. Es wurden regelmäßig Großwaller gefangen. Im Camp von der Fam. Heiner wird Tagebuch geführt und die Zahlen sind statistisch gesehen sehr gut, besser als in den Jahren zu vor. Außerdem wurde 2001 ein Wels mit den gigantischen Ausmaßen von 2.65 m und einem Gewicht von 146 kg (!) von einem Gast der Familie gefangen. Immer wieder werden Fischer bei der Jagd auf den Wels von gewaltigen Fischen überrascht, die dann leider im Drill verloren gehen. Karl Heinz Hörr (Waller Kalle) und ich hatten in der ersten Septemberwoche das fragwürdige Vergnügen, die zweiten Sieger zu sein. Kalle verlor seinen Fisch nach ca. 1 Stunde Drill, der Waller zog das Boot Fluss auf ohne groß in den Kräften nachzulassen. In Gesprächen mit Bernhard Heiner, kommt es immer wieder zu Erzählungen über Situationen in denen riesige Fische verloren gehen. Hätte ich es nicht schon selber erlebt, würde ich an dem Erzählten zweifeln. Einmal hatten wir ein besonderes Erlebnis, als wir in einer hellen Mondnacht unterhalb der Schweinebucht einen der Giganten aus dem Wasser springen sahen, im ersten Moment glaubte ich an eine Fata Morgana, aber der Riese tat es in Folge noch zwei Mal. Nach dem ich das Bernhard berichtete, bestätigte er mir meine Schätzung, die bei ca. 225 Pfund lag. Der besagte Waller zog an der Oberfläche an zwei Fischern vorbei, als sie gerade einen 182 Pfünder in Boot hoben. Beide Angler meinten, der Wels wäre bedeutend größer als jener den sie gerade ins Boot verfrachteten, gewesen - und dieser, so stellte sich heraus, war letztes Jahr Camp-Rekord. Bernhard Heiner meint „Hochwasser gibt es jedes Jahr am Po“, mal höher, mal niedriger, das seien die Fische gewöhnt und deshalb haben sie auch keinen großen Schaden am Hochwasser 2000, das als Jahrhundert-Hochwasser in die Geschichte einging, genommen. Hin und wieder werden wahrscheinlich die nächsten Jahre in den kleinen Seitenkanälen Welse gefangen werden, wo vorher keine waren. Aber, das ist ja nicht so schlecht - es wird sich jeder Italienische Angler über solche Fänge freuen. Was mich wundert ist, dass so viele Menschen glauben, der Po sei ein verschmutzter ekliger Fluss, ohne dafür eine glaubhafte Begründung zu erbringen. Schaumkronen auf dem Fluss werden als Chemiecocktail bezeichnet. Wer das glaubt, war noch nie am oder auf dem Po. Ich kann bestätigen das der Reichtum an Fischarten im Po, sehr groß ist. Die Meeräsche ist ganzjährig im Po, die Finte kommt im Mai zum Laichen. Nase, Brachse, Giebel, Spiegel und Schuppenkarpfen, Rotauge, Rotfeder, Blaubandbärblinge, Lauben, Karauschen, Barben, Zwergwels, Aal und Zander. Süßwassergarnelen, Bachflohkrebse, Dreikantmuschel, Kleine und Große Flussmuschel und fast alles in großer Anzahl, sind weitere Bewohner und Bioindikatoren des Lebensraumes Po Dieser Fluss lebt!!! Harry Stadlhuber Weitere Infos unter: www.wels-camp-am-po.de www.harrys-fischerladl.de Zum Autor: Harry Stadlhuber ist Angelgerätehändler aus Mühldorf und schwört auf ZEBCO-Gerät bei der Welsangelei. Zusammen mit Bernhard Heiner, dem Inhaber der Wallercamps am Po, organisierte er 2001 den ersten Waller Cup am Po. Bernhard Heiner ist ebenfalls von der hohen Qualität der ZEBCO-Ruten und –Rollen überzeugt, insbesondere den Rhino DF-Ruten.